Freitag, 11. Dezember 2009

Paar Bilder

Mutter ist ein Augenmensch, Tochter auch. Neulich hat sie mich ja so knuffig fotografiert, sie hat wirklich Talent. Und Mutter wie Tochter können Grafikprogramme bedienen, die Farben verbessern und Falten retuschieren.
Es macht Spaß, und ist nicht verboten. Hier also noch ein paar Bilder von Mütze und Handschuhen. (kann man anklicken für Gross!)


Beim Bild unten rechts sieht man mein Tatoo. Hier ein Ausschnitt:


Das ist wie gesagt über 15 Jahre alt und schon sehr verwaschen. Da ich aber herkömmlichen Schmuck immer verdaddel, ist dies das einzige Schmuckstück, das ich noch nie verloren habe :-)

Und nochmal die Mütze von hinten, da sieht man ganz gut wie das Muster für den Mützendeckel zusammenläuft. Peinlich- ich hatte vor den Fotos vergessen die Faden-Markierung (links,rot) am Anfang der Runde zu entfernen, hehe.


Jetzt warten wir auf gutes Wetter, um die nächste Mütze zu knipsen. Die wird noch lustiger. :-)

Montag, 7. Dezember 2009

Keltisch hält Disch warm

Ich bin ja ein großer Liebhaber keltischer Muster, Spiralen, Knoten. Eines dieser Muster habe ich mir vor über 15 Jahren auf das Handgelenk tätowieren lassen. Das Einzige, was mich daran ärgert: Dass es seitdem alle machen. Als ich beim Tatowierer war, damals... er hatte gar keine Vorlagen, weil kein Mensch sowas haben wollte. Heute rennt jede(r) Zweite mit Tribals rum. *ächz*

Stellt euch meine Begeisterung vor, als ich zu Beginn meiner Häkel-Mania sah, dass man keltische Muster auch häkeln kann. Und sogar auf zweierlei Weise, als Tapestry Crochet (Jaquard Häkeln) und mit Reliefmaschen. Reliefmaschen wirken in etwa wie Zopfmuster beim stricken, sind aber viel einfacher herzustellen, wie ich finde. Man arbeitet quasi wie es kommt, zwei Nachteile bleiben: Es ist weniger elastisch als ein Gestricktes und man kann falsch gezopftes nicht nach unten auftrennen und neu arbeiten, man muss die Reihen aufribbeln.

Dennoch: Als ich ein erstes gestricktes "celtic cable" - zu deutsch: keltisches Zopfmuster - sah, war ich so begeistert, dass ich das sofort nachgehäkelt habe. In dem nachfolgenden Foto ist dieser erste Versuch das dunkelgrüne Teil:


Das Stück lag nun seit einem Jahr in einer Ecke herum. Bis ich letzte Woche eine Mütze passend zu Handschuhen mit dem gleichen Grundmuster gehäkelt habe. Um einen passenden Schal zu haben, wurde aus dem Versuchs-Läppchen ein Neckwarmer, oder auch ein kleiner Schal mit Knöppen. Auf dem Tisch liegt er recht unförmig, am Hals legt sich das ganz gut. (Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass die Seite mit den Knöpfen auch Schlaufen hat... Versuch macht kluch, diese Schlaufen sind auf der falschen Seite)

Neulich habe ich ja die Häkelnadel wieder rausgekramt um Handschuhe zu häkeln. Und weil meine grünen Fingerhandschuhe mit dem Zopf eine passende Mütze brauchten, habe ich das keltische Muster des Schals auf eine Baskenmütze umgerechnet. Die Amis sagen "beanie" dazu, was soviel wie Bohne heisst. Komisches Volk ;-)



War das eine Rechnerei! Erst die Zöpfe aus dem Bündchen laufen lassen, teilbar durch 6 der Muster plus Abstand, und beim abnehmen dann das Muster nicht verhunzen... ich hab das ganze Muster-Teil ca 3 Mal gehäkelt bis die Maschen stimmten. Aber jetzt sitzt die Mütze wie angegossen, und ich kann Hände, Hals und Ohren mit Zöpfen wärmen, noch dazu keltischen. Jippee.

PS: Beim Knipsen für´s Blog hat meine Tochter sich wieder selbst übertroffen, und eine coole Foto-Miniserie von Mama gemacht, die muss ich euch zeigen. Aber nicht mehr heute :-)

Montag, 30. November 2009

Nochmal Socken

Neulich habe ich gesagt, ich habe genug Socken. Aber ich hatte noch so ein hübsches Garn in meinem "stash", zu deutsch: Vorrat. Das musste auf die Nadel. Seit ein paar Jahren bin ich grün-süchtig, nachdem ich die 90erJahre-schwarze-Phase hinter mir gelassen habe.

Nochmal ein Paar nach meiner Grundanleitung, ich guck schon gar nicht mehr hin, die häkeln sich von alleine. Das Garn ist von Wolle Butt. Die Ferse und das Bündchen aus einem Regia-Rest.


Dienstag, 10. November 2009

Herzblut

Heute habe ich bei einer kleinen Basteltour ins Internet einer Freundin das 1-Knäuel-Häkelbuch von frech auf Amazon gezeigt. Dabei fiel mir eine Kundenrezension ins Auge, bei der die Leserin es kaum fassen konnte, dass jemand ernsthaft eine Häkelkrawatte in ein Buch aufnimmt.

Das geht mir nahe. Denn die hab ich gemacht. Und das kam so:

Für das 1-Knäuel-Buch suchte frech noch ein paar Helferlein, und ich habe mich sehr engagiert ins Zeug geschmissen. Es sind auch sehr schöne Sachen dabei rausgekommen, auf die ich stolz bin, sowie auch ein paar Sachen die frech nicht so gut gefielen, bzw. nicht ins Buch passten.

Dann kam ein konkreter Auftrag, und zwar "Können Sie eine Krawatte häkeln"? Klar kann ich das. Aber wenn man die Worte "häkeln" und "Krawatte" hört, denkt man zuerst an quietschbunte 70er-Jahre FlowerPower, an was durchgeknalltes, Omadecken und große Häkelblumen. Also ich zumindest.

Also habe ich mir viele Gedanken gemacht. Welcher Mann (und ich ging davon aus, dass ein Mann diese Krawatte tragen soll) würde eine gehäkelte Krawatte anziehen? Wohl keiner, es sei denn zu einer Rex Gildo-Party. Ich habe deshalb überlegt, wie man der Krawatte- dem zurzeit männlichsten aller Kleidungsstücke- den Schrecken nehmen kann.

Dazu fielen mir zwei Dinge ein: Traditionelle Farben und traditionelle Muster. Also was gedecktes und ein Farbdesign mit Schrägstreifen.
Ich habe dann tagelang (ungelogen) mit einem Seiden-Regiagarn herumprobiert, bis ich in einer SCHRÄGEN Häkeltechnik die gleichmäßigen Zu- und Abnahmen hinbekam, die aus einem Sockengarn in sehr gedeckten Farben einen Schrägstreifen in Krawattenform zauberten.

Nie wieder will ich solch eine Maschenrechnerei machen (ich weiß das fertige Stück sieht simpel aus, hat es aber in sich was die Zu-und Abnahmen angeht). Aber am Ende sah die Krawatte fast aus wie eine dezente Business-Krawatte. Finde ich zumindest. Klar ist die immer noch gehäkelt. Die Rückseite wurde mit einem Futterstoff verstürzt, um sie fester und wertiger zu machen. Vielleicht ein bisschen zuviel der Liebesmüh. Aber mit jeder Menge Herzblut. Ich würde die immer wieder so machen.


Freitag, 6. November 2009

my be(g)loved son

for english scroll down please

Hiya!

Heute schnell ein Foto der nächsten Handschuhe. Ich habe sie gehäkelt um die Maschenzahl für eine kleine Größe zu testen, und meine geschätzten Maschen kamen gut hin. Die Handschuhe passen meinem Sohn sehr gut, er ist 10 Jahre und hat etwas knubbelige Finger. Als "S"-Größe perfekt.





Ich habe nun die M-Größe und S-Größe und häkle grade den Testlauf die die L-Größe. Dann wollte ich noch neue Handschuhe für mich häkeln in meiner momentanen Lieblingsfarbe Grün, aber dafür brauche ich erst einmal das passende Garn.


Sonntag geht es dann wieder einmal zum Stricktreff. Jaaaaaa- da darf auch gehäkelt werden.
Der  Gruppenstricken-Stammtisch im Düsseldorfer "Meckenstocks" findet ab 16:00 statt. Es gibt ein Stück hausgemachten Kuchen und eine Tasse Kaffee für 4€. Und wie schon beim letztenmal gibt’s für jeden mit Strickzeug ein Likörchen aufs Haus. Ende der Werbung ;-)
Ich freu mich schon wie blöd. Vielleicht mißbrauche ich die anderen Stricker als Tester für meine Handschuhe, denn ich würde gern eine zweite Meinung dazu hören. Auf Fotos kann man Bequemlichkeit und Passform schlecht beurteilen.

Hiya!
Here is the third glove I made for testing my next pattern. I want to provide an instruction for 3 sizes of a crocheted glove, and although the stiches only vary a little bit, the size of the gloves changes dramatically.

I hope I can finish the L-size this weekend and write the pattern down. Here you can see my son, 10 years old, wearing his new fingerless gloves. Perfect for gaming! ;-)


Freitag, 30. Oktober 2009

fits like a glove

Hiya!
Just for once a post completely in english. Forgive the mistakes.

After making several socks during the past 1.5 years, I made some gloves too, because the special stitch I use for the flexibility of the socks is perfect für gloves either.

I made one glove to try the effect with 3ply Regia yarn, that should match these 3ply socks: Click.

But unfortunately I can´t find this test object in my stash and so I started all over again. This time I used a 4ply Regia and still think the 3ply is better, but Coats refuses to dye a nice color palette and so the possibilities with this pretty yarn are limited.

My first try for a new glove was almost pleasing, I have to alter a few stitches here and there, and it "fits like a glove". I will optimize the pattern and make some new ones with 3ply yarn, only to make sure everyone can use his or her favourite, and then write down the pattern.



What is the term for this kind of gloves with an opening for the finger tips? I don´t like the closed full-fingered gloves, because they take all the tactile sense from the finger tips. And  I don´t regard fingerless gloves as real gloves as well, so I keep wearing something in between.

Die Allerletzten (Socken)

Sorry, ich muss euch nochmal mit Socken nerven. Dieses Paar habe ich im April 2008 (!) begonnen, in meiner Socken-Anfangsphase. Zum einen um meiner Mama auch ein Paar Socken zu machen, zum anderen um eine Fersen-Variante auszuprobieren. (Die Socke ist also nicht- ich wiederhole: nicht nach meinen Buch-Socken gehäkelt. Das kam alles viel später)

Die Ferse gefiel mir optisch nicht besonders gut, obwohl sie am Fuß recht gut sitzt. Ich habe die Arbeit dann ohne zweite, nachträglich gehäkelte Ferse liegen lassen. Bis vorgestern. Dann habe ich mich aufgerafft, schnell die Ferse beendet und ein Bündchen rangetackert und voilá: Mutter´s Socke.

Nun hat der kleine Sohnemann zwei, ich eine Menge, der Gatte ein und die Mutter auch ein Paar Socken. Ich finden das reicht. Ich kann keine Socken mehr sehen dieses Jahr. Drum habe ich gestern Handschuhe angefangen :-)






Mittwoch, 28. Oktober 2009

Socken 2 Winter 09/10

So, hier schon das nächste Sockenpaar. Wenn man einmal anfängt....

Diesmal ein Paar Winterpuschen für meinen Jüngsten, Erik. In Größe 36/37, die beim ihm noch etwas locker sitzen, aber noch im grünen Bereich.

Wie fast immer bei mir mit Regia Sockengarn, 4fädig. Und nach meiner Basis-Rundsocke aus dem Buch von frech. Das Bündchen wurde mit Reliefstäbchen quergehäkelt, was sehr elastisch ist.


Montag, 26. Oktober 2009

Socken reloaded

Soderle. Nach langer Socken-Abstinenz mal wieder ein Paar. Erst hab ich Socken gehäkelt um herauszufinden wie das geht, dann weil ich sie toll fand und auch welche gebrauchen konnte, dann um neue Varianten zu finden, dann um es anderen beizubringen, danach um sie zu zeigen und dann war irgendwie die Luft raus und im Sommer braucht man auch nicht wirklich warme Socken und Strümpfe.

Aber der Winter kommt und mit ihm meine kalten Füße. Weil ich meine gehäkelten Schätze nicht mit irgendwelchen anderen Billigsocken in ein und dieselbe Wäsche gebe, sowie niemals in den Trockner, brauche ich halt mehr als zwei oder drei Paare. Außerdem sind einige der Socken die aus meiner Nadel gehüpft sind weder in meiner Größe noch für den Winter gedacht, also habe ich meine Wollvorräte durchwühlt und ein Restknäuel gefunden.

Leider fehlt die Banderole, aber who cares for the Firma. Gehäkelt nach meiner Rundsocke. Dabei habe ich- wie ich nicht müde werde zu erzählen- nicht das Rad bzw. die Häkelsocke neu erfunden, sondern durch lange Testreihen vorhandene Sockenmuster angepasst, abgewandelt, kombiniert, bis eine für mich zufriedenstellende Form und Funktion herauskam.

Genug gelabert. Hier meine erste Socke für diesen Winter, Resteverwertung und nix Dolles, aber das Blog will gefüttert werden. Die nächste Socke habe ich schon angeschlagen, diesmal für den Junior.


PS: Oben als Bündchen ein Puschelgarn aus der Wühlkiste. Ich hoffe das macht die Wäschen mit...

Sonntag, 25. Oktober 2009

naalbinding

Ja was ist das denn? Naalbinding?
Man kann schon ahnen, dass in dem Begriff eine "Nadel" steckt. Und "binden". Genau das ist es, mit einer Nadel binden.

Ich hatte von der Technik nie zuvor gehört, bis ich meiner Handarbeitsfreundin Aud meine ersten Häkelsachen zeigte. Da sie weiß, dass ich auch an alten Techniken interessiert bin, erzählte sie mir vom Naalbinding, denn als langjährige Reenactorin kannte sie diese uralte Technik auf dem effeff.

Schon die alten Wikinger kannten den Trick, ihre gesponnene Wolle mit Hilfe einer simplen Nadel in nützliche Dingen zu verwandeln. Dabei arbeitet man nicht wie beim Stricken oder Häkeln- beides Techniken aus jüngerer Zeit- mit einem Endlosfaden vom Knäuel, sondern einem 1-2 Meter langen Faden. Und bildet damit Schlingen in vielen Variationen.

Bevor es losgehen konnte, brauchte ich eine Nadel. Darum habe ich aus einem abgebrochenen Ast meines Kirschbaumes durch stundenlanges Schaben und Schmirgeln eine Holznadel gebastelt.



Um die Technik zu lernen, habe ich diese Seiten benutzt: Zunächst die von Bernhard Dankbar. Dort wird ausführlich beschrieben wie man vorgehen muss. Doch die Fotos waren mir trotz ihrer Ausführlichkeit und Qualität noch ein kleines Rätsel, darum habe ich auch hier nachgeschaut: Nadelbinden.de.
Dort findet man Bilder in leichten Abwandlungen, was sehr hilfreich ist. Der Knoten im Kopf ist dann endlich geplatzt, als ich bewegte Bilder sah (und ich sag ja immer: 1 Minute in Aktion ersetzt 1000 Bilder und Worte):
Der Oslo-Stich. (danke "pittyom")

Dieser Stich ist- so wie ich es verstehe- als Grundstich der "Daumenfangmethode" zu verstehen. Dabei schlingt man die Schlaufe, die immer als erste in einer Arbeitsreihe liegt, einmal um den Daumen.
Anfangs fand ich das merkwürdig. Denn anders als beim Häkeln, wo man die Größe einer Arbeitsschlinge durch die Größe der Häkelnadel bestimmt, wird die Schlinge des Naalbinding durch den Daumen vorgegeben.

Also ziemlich groß. Aber im weiteren Verlauf einer Arbeit verteilt sich diese Weite. Wenn man den richtigen Faden hat.
Ein erster Versuch mit relativ dickem Garn verlief unbefriedigend, weil mir das Gewirk zu locker wurde (hellgraues Probestück). Den zweiten Versuch mit Effektgarn hätte ich mir schenken können, das wurde nur knubbelig. (in Lila)


Das grau-braune Gewirk im Hintergrund fand ich dann in Ordnung, was die Kompaktheit der Stiche angeht. Was man hier nicht sieht: Das Ganze ist sehr voluminös. Bei dem Olsostich wird jeder Faden durch 3 Schlingen geführt. Das macht das Werkstück entsprechend dick. Aber auch sehr elastisch, ich würde sagen in etwa wie ein gestricktes Maschenwerk.

Man muss bedenken, dass die Technik in Zeiten entwickelt wurde, als der Nutzen eines Kleidungsstückes Vorrang vor der Optik hatte. Und nützlich ist diese Technik. Man kann viele kürzere Fäden miteinander verbinden, das fertige Werk ist sehr stabil und wärmt. Benutzt man unveränderte Wollfasern, kann man das fertige Stück auch noch filzen, was damals häufig für Socken gemacht wurde. Der praktische Effekt eines solch dicht gewirkten Werkstückes ist wohl durch nichts zu übertreffen! Und man kann im Voraus die Form vorgeben.
Um die Technik zu üben habe ich dann eine Mütze "genadelt".



Ich bin etwas unglücklich über die Farben. Doch ich hatte grade keine andere Schurwolle im Fundus. Mal schauen, wie ich das olle Ding aufpeppen kann. Der Tragekomfort ist wunderbar, sehr weich und unglaublich warm.


Dennoch wird diese alte Technik nicht meine neue Lieblingstechnik. Da man mit Fadenstücken arbeitet, muss jeder Faden ja auch mit dem nächsten verbunden werden. Mit Schurwolle geht das sehr gut, man "öffnet" beide Enden der Fäden und verfilzt sie neu. Doch bei behandelten Garnen stelle ich mir das schwierig vor.
Außerdem lässt sich die Arbeit nicht wieder öffnen, es sei denn man nadelt jede gemachte Schlinge wieder zurück. Entdeckt man also eine oder mehrere Reihen zuvor einen Fehler, ist man aufgeschmissen.

Und: Die Größe der Schlingen richtet sich wie gesagt nach meinem Daumen. Mit der grau-braunen Wolle kommt es hin, aber zum Beispiel meine geliebte Regia kann ich dann vergessen, es sei denn ich möchte eine Art Lace-Effekt erzielen, denn mit dünnem Garn erhält man ein extrem lockeres Maschenbild. Als würde man ein Garn der Nadelstärke 3 mit einer 10er Nadel verarbeiten. Nett für bestimmte Effekte, aber auch sehr eingeschränkt.

Ich werde meine Holznadel also ersteinmal einlagern, und auf die Suche nach Garn gehen welches zu braun und grau passt um das Mützchen aufzupeppen. Denn so wie sie ist werde ich diese "Wikinger"-Mütze nicht anziehen.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Gabel-Schal

Auf der Treffen der hobbyschneiderin.de in Stolberg bei Aachen am vergangenen Wochenende hatte ein lieber Bekannter, Michael Weinreich, einen Kurs zum Thema Gabelhäkeln gegeben. Natürlich weiß ich wie das geht, logisch. *grins* Aber ich hab mich trotzdem ganz gemütlich zu den Mädels und Michael gesetzt und die Ohren gespitzt, denn ich spioniere gern bei anderen Workshopsleitern, wie diese es schaffen all das Wissen im Kopf an andere weiterzugeben.

Und wie sollte es anderes sein: Ich hab wieder was gelernt. Weniger etwas über die Technik an sich, oder die Leitung eines Kurses, als über neue Ideen. Und darüber, dass Geduld in einer kreativen Technik einen wirklich weiterbringen kann.

Ich übe eine Technik meistens nur, bis ich das Prinzip verstanden habe. Dann suche ich die nächste. Michael lotet seine Techniken viel weiter aus, vermute ich. Und so hatte er ein Gabelhäkel-Muster dabei, an dem mir ein Detail wahnsinnig gut gefiel, nämlich eine Art Rippeneffekt an der Stelle wo zwei gegabelte Bahnen zusammengesetzt werden.

Dieser Effekt ist im Prinzip ganz einfach zu erreichen: Man verbindet immer eine Gruppe von Schlaufen miteinander, ohne weitere gehäkelte Reihe. Simpel, aber ich hab es halt bisher nicht ausprobiert. Oder wieder vergessen, egal. Bei Michael sah das toll aus.

Auf der langen Autofahrt zum Legoland am Sonntag hatte ich deshalb jede Menge Garn und meine Häkelgabel dabei. Auf 1000 Kilometern mit Zwangspause bei Dunkelheit entstand dann aus 3 Knäuel dicker Wolle er Anfang für den ersten Schal dieses Winters, das Finish habe ich heute gemacht. Die Wolle stammte auch aus Michaels Fundus (Danke nochmal). Mit dem Abschlußrand habe ich dann ein wenig kämpfen müssen, damit er den gleichen Effekt bekommt wie die hübschen Fischgrat-Rippen in der Mitte. Außerdem wollte ich ein 4tes Knäuel verbrauchen, und darum hat der Schal nun megadicke Fransen am Ende, die sehen mehr wie Bommel aus. (Ich habe kurz an eine neue Karriere als Cheerleader gedacht)

Da ich die 3 Bahnen jeweils mit einem ganzen Knäuel Garn gehäkelt habe, ist das Ding nun stolze 2,60 Meter lang. *hüstel*

Als Fotomodell dient ein Walnussbaum.




Das Detailfoto zeigt den Effekt um den es mir ging (leicht nachbearbeitet)



Eigentlich nur eine kleine Spielerei, aber 4 Tage Arbeit. Viel zu lange, wie ich finde. Bloggen geht schneller ;-)


Mittwoch, 14. Oktober 2009

Jacquard Häkeln

Ich weiß noch, wie lange wir diskutiert haben im Garn-Portal ravelry.com, wie man "tapestry crochet" nun auf deutsch nennen soll. Ich glaube, wir hatten uns auf Jacquard Häkeln geeinigt. Im Portal der hobbyschneiderin.de fragte nun gestern jemand danach wie man das macht. Eine deutsche Anleitung, die die Fragestellerin gefunden hatte, war nicht so gut verständlich. Kunststück: Einen einfachen Handgriff in Worten und Fotos zu erklären ist unendlich viel schwerer, als es mal eben vorzumachen. Live und mit ein paar Worten dazu.

Also habe ich mir ein provisorisches Schulterstativ für meine kleine Digicam gebastelt und auf die Schnelle die zwei wichtigen Handgriffe des Jacquard Häkelns gefilmt. Leider kapiert meine Camera das mit der Schärferegelung nicht, oder ich bin zu blöd das richtig einzustellen. Mehrere Versuche blieben allesamt unscharf, und so habe ich etwas entnervt den letzten Film hochgeladen.

Man erkennt nicht viel, und leise ist es auch, also Ton aufdrehen. Ich verlinke auf meine HP, denn wenn ihr INNERHALB des eingebetteten Rahmens auf "HQ", also high quality einstellt, bleibt der Film klein, hat aber dafür einen Tick bessere Auflösung. Glaube ich zumindest.

Jacquard Häkeln Kurzfilm

Falls ich mal eine bessere Qualität filmen kann, bleibt der Link erhalten, irgendwann versuche ich das mal.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Treffen der hobbyschneiderin


Das größte deutschsprachige Portal für Hobbyschneider/Innen traf sich an diesem Wochenende in Stolberg bei Aachen.

Ich konnte leider nur am Samstag teilnehmen, heute nachmittag fahren wir für ein paar Tage in den Mini-Urlaub. Aber an diesem einen Tag habe ich Ideen für das ganze kommende Jahr gesammelt. Und dokumentiert. Ich hoffe ich kann in den nächsten Wochen einiges davon zeigen.

Aber für ALLE hobbyschneiderinnen, die daheim bleiben mussten, hier zwei kleine Filmchen vom Abend nach Tag 1. Wir trafen uns zum gemeinsamen Essen im Vereinsheim von Anne Lieblers Kleingärtnerverein. Anne´s Garten war eine Augenweide, und der Abend war wie immer voller gemütlicher Gespächrunden.

DANKE, Anne!






Am Anfang des Films habe ich Anne markiert, sie ist wie immer in einem angeregten Gespräch vertieft. Am Ende des Films versucht "nähjunkie" vor mir zu flüchten.... irgendwann kriege ich sie!

Noch ein kleiner Film der Tombola, und einer(eines?) frischgeschlüpften zukünftigen hobbyschneiders/in


Freitag, 9. Oktober 2009

Ich bin ich

Ist das nicht lustig: Coca Cola sagt mir "Immer dran denken: Nur DU bist DU"
Als wenn ich das nicht schon immer gewusst hätte.

Zum Jux hab ich mich bei solch einem Fotowettbewerb angemeldet, und bin nun in guter Gesellschaft zwischen 16-18 jährigen Models. Man muss alles mal gemacht haben im Leben.

Wie man da abstimmen kann weiß ich nicht, aber mein tolles cooles (und zufällig zu den Cola-Farben passendes Foto) findet ihr dort:

http://www.coke-light.de/index.html?id=1252&fileid=u_1253824125_2373

Viel Spaß mit "Du bist Du" oder so. Ich war immer schon ich. Wer auch sonst?

Freitag, 2. Oktober 2009

Aud in ravelry


Sharon's Class!, originally uploaded by frecklegirl.
Guckt mal, was ich Hübsches in dem Album des Strick- und Häkelportals ravelry gefunden habe.

das ganze Album findet ihr hier:

KLICK

Mittwoch, 23. September 2009

Häkel-Applikationen

Meine Häkelnadel verstaubt in der Ecke, aber heute sah ich etwas, das mich an ein Werk im letzten Jahr erinnert hat- nur viel schöner.
Zur Erinnerung: Meine Applikationen sahen so aus:


 


Ich habe keinen Stil. Das ist ok, ich habe mich damit abgefunden den Geschmack einer alternden Barbiepuppe zu haben.
Heute sah ich dann in einem uralten Bloglink von mir eine ganz aktuelle Seite, die mich an meine Applikations-Experimente erinnerte, nur hier sehr stilvoll umgesetzt:
Nahtzugabe Blog
So muss das aussehen! Tolle Idee, schöne Umsetzung.
Der Völlständigkeit halber noch mein alter Blogeintrag aus dem Burdablog: klick. Da steht noch mehr Zeugs über diese Technik, manche links sind veraltet, manche nicht. Wühlt euch durch, oder auch nicht.
Ich muss mal die Häkelnadel entstauben….

Sonntag, 5. Juli 2009

Häkel-Garten




Ich habe ja einmal gesagt, daß ich- trotz mangelnder Multitaskingfähigkeit- immer alle meine Hobbies im Hinterkopf habe.
Im Moment wären das vornehmlich Handarbeiten, Basteln und .. tadaa… der Garten. Als ich mich nun grade eben entschloss, endlich mal ein Cross-Over zu beschreiben, wenn auch nur ein recht kleines, was sehe ich da in den Kommentaren? Eine Häkelkollegin der Yahoo-Gruppe Häkelfreunde hat mir einen lieben Gruß hinterlassen.
Und da ich immer auch die Blogs meiner Besucher anschaue, da fallen mir fast die Augen heraus: Lavendel, wohin das Auge reicht! Guckt mal da: Lavendelmaschen. Eine wunderschöne Verbindung zwischen Handarbeit und Garten, toll. (Ich glaube ich hab´s grad kaputtgemacht. Beim Stöbern kam ich nicht mehr weiter und die Seite lädt nicht mehr. HEUL)
Aber da ich immer wieder von meinen gedanklichen Cross-Overs erzähle, heute endlich mal ein Beweis. Meine gehäkelte Vogelscheuche:


Vogelscheuche02


Wie man unschwer erkennen kann ist das eine umhäkelte CD. Ich wollte das ewig schon mal ausprobieren, und der erste Versuch ist nicht optimal, es ist zu viel Häkelei am Rand und zu wenig CD zu sehen. Der abschreckende Effekt ist ja die Reflektion des Lichts, und wenn man das zuhäkelt….
Die Rückseite wurde komplett verhäkelt, denn es war eine bedruckte CD, und den Druck will ich nicht sehen, und die Vögel auch nicht.
Vogelscheuche01

Und in Aktion:

Vogelscheuche03
Ja ok, wenn ich das Ding festhalte kommen eh keine Vögel in die Nähe, lach. Und da ich leider nichts zum aufhängen über den Beeten habe, würde der Effekt vom Pavillon aus auch keinen Vogel schrecken, denn da hab ich mein Werk aufgehängt.
Nur mich erschrickt das Ding ständig, denn im Augenwinkel sieht man es ständig blinken und blitzen, was sehr verwirrend ist. Hoffentlich verwirrt es die Vögel auch. Die in diesem Jahr übrigens weggeblieben sind. Nicht einmal die restlichen Kirschen wurden von ihnen verspeist. Schade eigentlich, denn ohne Vögel wäre es arg still hier auf dem Land. Piepen tun sie, keine Ahnung was die fressen.

Samstag, 20. Juni 2009

Socken, endlich geknipst

Jubel!
Meine Tochter hat endlich meine Socken vom Buch geknipst. Dabei konnten wir die Mädchensocken in Größe 32/33 nicht fotografieren, ich brauch erst ein Model mit der Größe. Und die Männersocken muss ich meinem Mann mal überziehen, wenn er lange genug stillhält.
Alle anderen haben wir für die Nachwelt festgehalten. Meine Lieblinge sind die Netzstrümpfe und die Ringelsocken. Aber man soll bei seinen “Kindern” ja keinen bevorzugen.
Alle Socken/Strümpfe, die wir bisher fotografiert haben auf einen Blick. Einmal anklicken, und ihr seht ein großes Bild.



Weitere Bilder kommen, wenn ich sie habe. Und weitere Bücher…. wenn eine gute Fee dem frech-Verlag sagt, dass es noch mehr gehäkelte Kleidung geben muss. Oder andere schöne Dinge, die ich bereits anbiete wie sauer Bier. Daumen drücken, dass frech mich nochmal brauchen kann. Auch wenn ich immer alles erst auf den allerletzten Drücken einreiche…..

PS: Alle Modelle findet ihr hier: Häkelsockenbuch

Dienstag, 16. Juni 2009

Auf die Schnelle

Ich sage es seit Jahren:

Zu viel Ereignisse=zu wenig Zeit zum bloggen.
Viel Zeit zum bloggen=nix los was man erzählen kann.

Und meine Hobbies machen mich alle. Denn nicht nur Hobbies fressen Zeit (meist recht sinnlos) sondern die Menschen, die hinten dran hängen auch.

Ich liebe es, neue Leute kennenzulernen, liebgewonnene "alte" zu treffen, zu klönen, reden, bisschen zuhören (das üb ich noch)

Aber um alle meine Schätze, menschlich wie nicht-menschlich, regelmäßig zu "bewirtschaften", dazu müsste ich sie alle mit ins Bett nehmen... zwecks Zeitersparnis versteht sich *grins*

Am Samstag war ja Weltstricktag. Und wir waren in Düsseldorf. Im Meckenstocks.
Das war so genial! Erst vorher einen Garten in D´dorf besucht (eine neue Internetbekanntschaft, supernett und interessant) und dann zum stricken (und häkeln!). Lecker Kuchen, Kaffee satt, Schnellstricker Manes Meckenstock und Profi Michael Weinreich und ne Menge lieber Garn-Freunde. (Hallo Feeee)
Das Beste kam zum Schluß: Im Meckenstocks wurde gefeiert, 4jähriges Bestehen. Mit "Mumienschubsen", einer etwas anderen Ü-33-Party. Suuuper Stimmung und ein paar Wollmädels haben dann das Tanzbein geschwungen.
Diskomaus Bärbel natürlich auch, was auch sonst. Aber zum nächsten Stricktreff im Meckenstocks gehe ich nicht mehr in Badelatschen. Ich wollte doch allen meine Häkelsocken im Einsatz zeigen, was ich dann total vergessen hab. Aber in einer Disko inmitten von aufgerüschten Düsselstädtern mit Badelatschen tanzen... das hat schon was grenzwertiges.

Aber ich mag ja das etwas Andere. Und sei es noch so doof  ;-)

Wenn ich Bilder bekomme (da haben so viele geknipst) dann zeig ich euch auch was. Bis dahin.... ein Eintrag "aufdieschnelle"

Freitag, 12. Juni 2009

Weltstricktag

Stricken ist ja nicht meins. Wissen wir.

Aber da die Stricker ja tolerante Menschen sind, darf ich am morgigen Weltstricktag auch häkeln.

Gedacht ist dieser weltweite Tag des Strickens, um das alte Hobby neu zu beleben. Bei den Amis eigentlich nicht nötig, die wissen was Spaß macht. Hierzulande muss man sowas anbieten wie sauer Bier.

Gar nicht sauer wird das Bier aber sein, wenn es in Düsseldorf morgen an die Strick- und Häkelnadeln geht. Denn dann lädt der Kabarettist Manes Meckenstock in sein Etablissement, und zu Kaffee, Kuchen (Kuchen selber mitbringen!) und lecker Altbier dürfen Wollfans ihre Nadeln (und Haken) klappern lassen.

Und ich mach mit! Zum einen, weil ich sowieso beim Weltstricktag mitmache, zum anderen weil Strick-Kollege Michael Weinreich auch vor Ort ist. Kunststück.. der wohnt um die Ecke.

Zu Ort der Geschehens kommt ihr so: Das Meckenstocks

Und ab 17 Uhr sind wir alle da. Michael, Manes Meckenstock und alle strickenden und häkelnden Freunde, die Lust auf ihr Hobby in geselliger Runde haben.

Und wer weiß... vielleicht wird stricken und häkeln doch mal irgendwann populär in Good Old Germany. Schließlich haben wir das schon gemacht, als die Amis noch gar nicht wussten, wo Amerika überhaupt liegt!

Zeigen wir es denen!

Donnerstag, 9. April 2009

Bisschen Augenfutter

st schon bald wieder die Woche rum? Und ich hab noch die Fotos vom letzten Wochenende in der Kamera, herrje.

Ostern könnte ich Nachts mal versuchen das alles nachzubloggen, aber für´s Erste habe ich heute was zum zeigen, das MIR kein bisschen Arbeit macht.

Der Frech-Verlag hat nun weitere Infos zu dem Häkelsockenbuch veröffentlicht, und man kann 3 weitere Modelle des Büchleins sehen.

Schaut mal rein, am besten natürlich in das Original, hihi

link zum Buch

Runterscrollen, da sind 3 Fotos.

Meine 3 Lieblingssocken sind da nicht bei, aber die zeige ich euch wenn ich gute eigene Fotos hab. So, weiter im Garten buddeln, da explodiert grade alles.

Mittwoch, 1. April 2009

April, April!

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
Ich war mir nicht sicher ob es rechtzeitig fertig wird (hätte schneller häkeln sollen), aber es ist raus. Mein erstes Buch! Seit…äh…12 Minuten.
Der Erscheinungstermin 1. April für ein Häkelsockenbuch ist so lustig, hehe, man könnte meinen es handelt sich um einen April-Scherz. Das passt zu mir, gell?
Ich habe bereits Vorab-Exemplare bekommen, und bin sehr begeistert, es ist wirklich schön geworden.

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Wenn ihr die Fotos drinnen sehen könntet! Manche sind eher klassisch, aber ein paar sind dabei, die sind so schön geworden. Hach, ich bin so gespannt wie es euch gefällt!
Aber schon denke ich daran, dass ich selbst niemals die Namen der Autoren gelesen habe, wenn ich an einer solchen Topphefte-Bücherwand vorbeigegangen bin. Wozu auch? Was interessiert es mich, wer ein Buch geschrieben hat, wenn der Inhalt ok ist?
Ob jemand meinen Namen liest ist auch nicht wichtig, ich hoffe viele Häkler oder Sockenfans arbeiten die Modelle nach, und sagen mir ob sie es mögen. Nicht jeder liebt seine Häkelsocken so wie ich, das ist klar. Aber vielleicht bringt es den ein oder anderen auf den Geschmack. Und wenn nicht, muss ich noch ein Buch machen ;-)

Montag, 23. März 2009

h&h 09

Ach nee, ich könnte seitenweise nur über Burda erzählen. Wobei "Seiten" ja endlos lang sein können auf einer Internetseite.
Letzte Woche Mittwoch war das neue Heft im Briefkasten. Und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll es zu loben. Wie oft haben wir Leserinnen gemeckert, dass wir immer weniger Kreativität und immer mehr Lifestyle in der Burdamoden finden? Aber das neue Heftkonzept verbindet moderne Aufmachung und Gestaltung mit eben jener Kreativität, die mir persönlich so gefehlt hat im Heft aller Hefte. Doch damit will ich meine Lobeshymnen erstmal auf Eis legen, denn von Burda habe ich ganz was anderes zu erzählen, und außerdem wollte ich doch von der hobby und handarbeit berichten, der Messe in Köln am vergangenen Wochenende.
Und da war auch Burda! Im letzten Jahr hatte ich als Schnittmusteranbieter nur Simplicity entdecken können, was ich sehr schade fand. In diesem Jahr hatte Burda einen kleinen Stand, an dem mein noch kleineres Schneiderinnenherz aber recht hoch schlug als ich schon von weitem den vertrauten Schriftzug sah. Und was sahen meine neugierigen Augen? Kleider aus der aktuellen Ausgabe!
Es ist ja immer etwas anderes ein Kleidungsstück auf einem Foto zu sehen als es anzufassen. Da ich das Heft bisher nur ein paarmal oberflächlich durchgeblättert hatte, war mir völlig entgangen, dass der lila Kaftan (muss ich haben!) der Sommermodestrecke mit Perlchen bestickt war. Und eine Bluse ebenfalls. Und zwar sowas von schön. Ich muss mit offenem Mund und sehr sehr andächtig vor den Figurinen gestanden haben, und beim Fachsimpeln mit Blognachbarin Marion Nowak, mit der ich die Messe überfallen habe, wurde eine nette Dame von Burda auf uns aufmerksam.
Marion wurde nach ihrer Visitenkarte gefragt, dabei hatte ich eigens für diesen Tag einen Stapel von diesen Dingern drucken lassen. Gemeinheit! Ich habe glaube ich in meinem Burda-Fieber der armen Frau eine meiner Karten aufgedrängt, und dabei- wie unprofessionell- vergessen mir ihre zu sichern. So muss ich euch den Namen schuldig bleiben. Ich bin mir sicher, Marion wird diesen meinen Fauxpax in ihrem Blog ausbügeln....
Wir haben uns sehr nett mit der Dame unterhalten, und ich musste mich sehr zurückhalten nicht vor Freude zu weinen, als uralter Burda-Maniac. Als wir dann beide eine Stofftasche mit Burda-Aufnäher in Knallpink geschenkt bekamen, wäre ich ihr am liebsten um den Hals gefallen. In dem Beutel, dessen Farbe PERFEKT zu meinem Blog passt, war die aktuelle Ausgabe der Burdamoden und ein - Jippeee!- Burda-Kalender. Ich war zu geizig mir einen zu kaufen, da Kalender bei mir ohnehin in der Ecke verstauben. Doch nun habe ich ihn, in meiner aktuellen Zweitlieblingsfarbe Lila, und werde ihn benutzen.
Lila war übrigens auch der Teppich des Burdastandes, könnt ihr euch das vorstellen? Noch mehr Lila war am Körper einer wunderhübschen jungen Dame zu sehen, die den Kaftan aus dem Heft am Leibe trug. Ach Leute, allein wegen dem Burdastand hat sich die Messe gelohnt. Um wieder auf den - nicht lilafarbenen- Teppich der Messe zurückzukommen haben wir den Stand von Burda dann schweren Herzens verlassen. Ich hoffe inständig, dass die nette Burda-Dame das hier liest: "Huhuuuuu,  ich werde mir nächstes Mal eine Visitenkarte schnappen!"
Hier seht ihr den lila Teppich (ich hoffe euer Bildschirm zeigt das halbwegs so an wie meiner) und die Kleider des aktuellen Heftes:

  Und hier habe ich Marion erwischt, nur Sekunden bevor sie vor meiner Kamera geflüchtet ist, Muhahahahaha:

  Hier die totaaaal süße Gestaltungsidee der Burdaleute für den Messestand:
 
Aus der Nähe:

  Und hier der Traum aller Hobbyschneiderinnen: Ein ganzer Schrank voller Burdahefte (den Schrank hätte ich auch gerne):

  Und zu guter Letzt die schöne Dame mit dem Kaftan. Leider bin ich zu blöd die Kamera scharf zu bekommen, ich bitte die hübsche Frau um Entschuldigung.

  Das war der Burdastand. War da noch was anderes? Laß mal überlegen....
Ja, da waren noch ein paar weitere Firmen. Eigentlich alles, was in und um Deutschland Wolle produziert. Der Coats-Stand erschlägt jeden. Ein gefühltes Viertel der oberen Halle wurde von Coats und den aufgekauften Firmen belegt, Rowan und Schachenmayr gehören ja nun auch zu dem Garngiganten. Allein die Regia-Abteilung des Standes hat mich der Ohnmacht nahegebracht. Ihr denkt jetzt bestimmt ich würde übertreiben? Ja ok, ich bin nicht ohnmächtig geworden, aber die neuen Regia-Farben haben sich in meine Netzhaut eingebrannt. Denn es wird eine neue Farbvariante geben, in der das Garn mit einem sehr langen Verlauf eingefärbt wird. Perfekt für Häkler!
Da Regia nun seinen 60ten Geburtstag feiert, kann man frohlocken und auf Aktionen hoffen. In den kommenden Tagen arbeite ich mich mal durch die prall gefüllte Prospekttüte, die wir am Coats-Stand bekommen haben. Bekanntermaßen liebe ich Regia ohnehin, aber mit den neuen Farben werde ich wohl schon mal auf neue Wolle sparen müssen.
Ich habe die Messezeit fast komplett ausgenutzt, um mir alles anzuschauen. Ich werde vielleicht noch mehr Details erzählen, denn für einen Blogeintrag war das einfach viel zu viel. Am schönsten aber war auch auf dieser Messe wieder die Begegnung mit Menschen. Mit bekannten (Hallo Anne und Michael, Hallo Bettina) und unbekannten (woah, ich kenne jetzt Stefanie van der Linden persönlich! ) Gesichtern. Mit Freunden und Händlern. Ein Bad in einer solchen Menge ist nicht mit Gold aufzuwiegen.
Massen an Messebesuchern schauten sich die Modenschau an:

  Rechts und links saßen noch viel mehr Leute! Die gezeigten Modelle waren spießig bis flippig, edel und interessant. Alles dabei, für jeden Geschmack. Besonders gut gefallen haben mir einige Katia-Modelle und ein Kleid, welches uns später zum x-ten Male zum Coats-Stand geführt hat. Ein schwarzes Minikleid.... war ja klar.
Sehr inspirierend ist die Messe auch immer was die Neuheiten im Zubehörbereich angeht. So habe ich erstmals Häkelnadeln gesehen, die man verlängern kann. Und schöne neue Borten von Prym. Und endlich den Hersteller des Maßbandes, dass ich bei Burdastyle in USA gewonnen hatte... natürlich ein deutscher Hersteller, wer hätte das gedacht?
Was ich alles noch entdeckt habe, das erzähle ich euch aber ein andermal. Jetzt gehe ich erstmal meinen neuen Kalender streicheln. Der ist sooo schön weich. Und lila.

Freitag, 20. März 2009

h&h

Liebe Marion, damit wir uns morgen nicht verpassen: So sehe ich aus



overknees02

Und weil jetzt alle anderen Bahnhof verstehen: Morgen erzähl ich wo ich das anhatte, warum und wie ich es gemacht hab



Ich seh aus wie ein Clown, aber das ist ja nix Neues, gell?