Freitag, 11. Dezember 2009

Paar Bilder

Mutter ist ein Augenmensch, Tochter auch. Neulich hat sie mich ja so knuffig fotografiert, sie hat wirklich Talent. Und Mutter wie Tochter können Grafikprogramme bedienen, die Farben verbessern und Falten retuschieren.
Es macht Spaß, und ist nicht verboten. Hier also noch ein paar Bilder von Mütze und Handschuhen. (kann man anklicken für Gross!)


Beim Bild unten rechts sieht man mein Tatoo. Hier ein Ausschnitt:


Das ist wie gesagt über 15 Jahre alt und schon sehr verwaschen. Da ich aber herkömmlichen Schmuck immer verdaddel, ist dies das einzige Schmuckstück, das ich noch nie verloren habe :-)

Und nochmal die Mütze von hinten, da sieht man ganz gut wie das Muster für den Mützendeckel zusammenläuft. Peinlich- ich hatte vor den Fotos vergessen die Faden-Markierung (links,rot) am Anfang der Runde zu entfernen, hehe.


Jetzt warten wir auf gutes Wetter, um die nächste Mütze zu knipsen. Die wird noch lustiger. :-)

Montag, 7. Dezember 2009

Keltisch hält Disch warm

Ich bin ja ein großer Liebhaber keltischer Muster, Spiralen, Knoten. Eines dieser Muster habe ich mir vor über 15 Jahren auf das Handgelenk tätowieren lassen. Das Einzige, was mich daran ärgert: Dass es seitdem alle machen. Als ich beim Tatowierer war, damals... er hatte gar keine Vorlagen, weil kein Mensch sowas haben wollte. Heute rennt jede(r) Zweite mit Tribals rum. *ächz*

Stellt euch meine Begeisterung vor, als ich zu Beginn meiner Häkel-Mania sah, dass man keltische Muster auch häkeln kann. Und sogar auf zweierlei Weise, als Tapestry Crochet (Jaquard Häkeln) und mit Reliefmaschen. Reliefmaschen wirken in etwa wie Zopfmuster beim stricken, sind aber viel einfacher herzustellen, wie ich finde. Man arbeitet quasi wie es kommt, zwei Nachteile bleiben: Es ist weniger elastisch als ein Gestricktes und man kann falsch gezopftes nicht nach unten auftrennen und neu arbeiten, man muss die Reihen aufribbeln.

Dennoch: Als ich ein erstes gestricktes "celtic cable" - zu deutsch: keltisches Zopfmuster - sah, war ich so begeistert, dass ich das sofort nachgehäkelt habe. In dem nachfolgenden Foto ist dieser erste Versuch das dunkelgrüne Teil:


Das Stück lag nun seit einem Jahr in einer Ecke herum. Bis ich letzte Woche eine Mütze passend zu Handschuhen mit dem gleichen Grundmuster gehäkelt habe. Um einen passenden Schal zu haben, wurde aus dem Versuchs-Läppchen ein Neckwarmer, oder auch ein kleiner Schal mit Knöppen. Auf dem Tisch liegt er recht unförmig, am Hals legt sich das ganz gut. (Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass die Seite mit den Knöpfen auch Schlaufen hat... Versuch macht kluch, diese Schlaufen sind auf der falschen Seite)

Neulich habe ich ja die Häkelnadel wieder rausgekramt um Handschuhe zu häkeln. Und weil meine grünen Fingerhandschuhe mit dem Zopf eine passende Mütze brauchten, habe ich das keltische Muster des Schals auf eine Baskenmütze umgerechnet. Die Amis sagen "beanie" dazu, was soviel wie Bohne heisst. Komisches Volk ;-)



War das eine Rechnerei! Erst die Zöpfe aus dem Bündchen laufen lassen, teilbar durch 6 der Muster plus Abstand, und beim abnehmen dann das Muster nicht verhunzen... ich hab das ganze Muster-Teil ca 3 Mal gehäkelt bis die Maschen stimmten. Aber jetzt sitzt die Mütze wie angegossen, und ich kann Hände, Hals und Ohren mit Zöpfen wärmen, noch dazu keltischen. Jippee.

PS: Beim Knipsen für´s Blog hat meine Tochter sich wieder selbst übertroffen, und eine coole Foto-Miniserie von Mama gemacht, die muss ich euch zeigen. Aber nicht mehr heute :-)