Donnerstag, 17. Juni 2010

Burda 07/2010... schöööön

Schon im letzten Jahr wurde aus BurdaModen die neue BurdaStyle. Ich finde es ja langweilig... "Style" hat heutzutage jeder Pappkarton. Aber BurdaModen, das war ein Name mit Klang und Geschichte.

Will man ein junges Publikum ansprechen, wird diese Geschichte natürlich ignoriert. Meinetwegen. Aber der stilvolle Auftritt (hier ist Stil nicht mit style zu verwechseln) der neuen Burda ist so gar nicht für ein wirklich junges Publikum gemacht. Eher für ein mittelaltes, das weiß was es will. Wertig, anspruchsvoll, interessant.

Natürlich dürfen auch junge Menschen wertig, anspruchsvoll und interessant sein. Wäre ich jung, wertig - ihr wisst schon was ich meine - dann würde ich diese neue Burda lieben. Und ich liebe sie.

Positiv: Endlich wurden die Gebete der Leser erhört, und es kam mehr DIY ins Heft. Mit tollen Schritt-Fotos. Super! Mir scheint auch, die öden Kosmetiktipps und LifeSTYLE-Seiten sind weniger geworden. Hosianna!

Negativ: Die Models sind immer noch bemitleidenswerte Hungerhaken. Derb, wie mein Gehirn manches Mal nun mal denkt, kommt mir der Spruch "keine Titten, kein Arsch" immer wieder in den Sinn, wenn ich die Burda blättere. Magere Redakteurinnen suchen magere Models aus. Schade.

Auch Negativ: Viele Schnitte dieses Jahres haben meinen Geschmack nicht getroffen. Aber über den lässt sich bekanntlich nicht streiten, und somit stelle ich lediglich fest, dass weder sackige Modelle, noch 0/8/15-Schnitte wie "noch ein Rock" und "noch eine schmale Hose" mich dazu veranlasst haben, alle Hefte zu kaufen in den Hoffnung sie in ein paar Jahren brauchen zu können, wie so oft bei Burda. Schnitttechnisch war alles schon mal dagewesen oder doof.

Vor ein paar Tagen kam dann ein newsletter mit der Vorschau auf das neue Heft. Und ein Kleid hat sich in meine Netzhaut gebrannt:

Ist das schön? Ja, das ist schön, wunderschön. Ihr kennt ja meinen Feen- und Elfentick. Und als hätte Burda meine Gedanken gelesen, gibt es diesmal eine ganze Modestrecke "für die Fee in uns": Klick

Jaaa, da ist eine Fee in mir. Mehr eine gute Fee, denn die dürfen auch mal ein paar Kilos zu viel mit sich herumfliegen. Aber Feen-Mode ist für meine Augen immer ein Hingucker! Ich vermute auch mal ganz stark, dass obiges Kleid ursprünglich für die Feen-Modestrecke hergestellt wurde. Denn sowohl Stoff als Farbe passen viel besser zu Feen als zu Wüstentöchtern, denn dort landete das Kleid im Heft. Egal- Hauptsache es ist drin!

Und was sagt uns das? Genau: Dass Bärbel wieder den innigsten Wunsch hegt sich ein Kleid zu nähen. Und für dieses Kleid 10 Kilo abzunehmen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wie oft haben ich beide Wünsche hier schon geäußert?


Aber vielleicht gibt es ja wirklich eine Fee, und die sitzt gleich hinter mit, unsichtbar.

Liebe Fee: Mach dass ich 10 Kilo abnehme und Zeit/Stoff für dieses traumhafte Kleid finde. Was? das gefällt Dir auch? Ja, das kann ich verstehen. In einer anderen Farbe? Finde ich auch. Grün, nicht wahr? Ja, genau. Ich fahre dann nächste Woche mal zum Stoffdschungel*, dort finde ich bestimmt einen schönen Stoff. Und Du kommst mit, liebe Fee. Aber nicht wieder alle Knöpfe durchwühlen, wie letztes Mal....


*Der Stoffdschungel ist mein Lieblingsladen, und ihr findet ihn hier: Klick

Montag, 14. Juni 2010

Ohne Worte

Donnerstag, 1. April 2010

Ringel-Reihen

Jubel! Man kann in mein Buch reingucken:

http://www.frech.de/shop/data/images_g/6667_Detail.pdf


Cool, was? Ja ok... mit Ringelsocken habe ich das Rad nicht neu erfunden, aber da ja bereits seit Jahren alle Welt mit den wunderschönen Farbverläufen so tolle Streifenschals strickt (ja strickt, gehäkeltes sieht man ja leider selten) wollte ich den Effekt mal mit Regia ausprobieren.

Will sagen: Eine Uni Farbe mit einem Farbverlauf kontern. Die Socken sind hübsch geworden, wie ich finde. Die Farbverläufe beim Häkeln sind ja nie soooo perfekt wie beim stricken, eben weil man mehr Garn pro Runde verbraucht. Aber ich suche mir aus dem Riesenangebot bei Regia immer die Farben aus, die auch gehäkelt schöne Farbverläufe ergeben.

Eine weitere Farbvariante seht ihr hier:
http://www.frech.de/shop/data/images_g/6667_Tiger.jpg
Hat der Fotograf nicht wahnsinnig coole Fotos gemacht?

Aber das hier ist der Knaller:
http://www.frech.de/shop/data/images_g/6667_Gruen.jpg
Ich liebe doch Schnürungen so sehr! Diese Socke gebe ich nicht her! Die werde ich im Frühjahr oft tragen. Um die Schnürung unter´m kurzen Röckchen der Welt zu präsentieren ist es mir im Winter nämlich doch zu frisch.


Mehr Socken im zweiten Sockenbuch. Kaufen! Macht mich reich! (Heute ist 1. April, ihr könnte euch jetzt aussuchen, wo ich euch veräppelt habe!)

Knutscha, eure Bärbel

Sonntag, 28. März 2010

hobby und handarbeit 2010

Heute ging die diesjährige Fachmesse "hobby und handarbeit" in Köln zu Ende, kurz h&h genannt.
Als Näh- und Häkelmaniac ist die Messe Pflichtprogramm, zumal wenn man fast um die Ecke wohnt. In 20 Minuten war ich da, müsste für mein Töfftöff jedoch 8 Euro Parkgebühr blechen. Ich wollte den Platz nicht kaufen, nur mein Auto abstellen.... *Kopf schüttel*

Erwartungsgemäß war die Messe hochinteressant. Ich konnte mir von Coats bei der Wahl der Garne für ein zukünftiges Buchprojekt helfen lassen, was allein schon den Besuch der Messe gerechtfertigt hätte. Zweites großes Plus war für mich die Begegnung mit Menschen, wie so oft wenn ich mich an solche Orte begebe. Dabei muss ich sagen, dass ich mich im Gegensatz zu Begegnungsstätten an denen ich nur ich selbst sein kann auf solchen Großveranstaltungen, die nur dem Zweck der Verkaufsförderung dienen, meist etwas unwohl fühle.

Man trifft sich nicht in erster Linie um sich kennenzulernen oder neue Menschen zu treffen, sondern Produkte und Leistung stehen im Vordergrund. Emotional gesteuerte Leute wie ich fühlen sich da schnell etwas verloren.

Um so mehr habe ich die persönliche Begegnung genossen: Mit Annette, Michael, Susanne und allen voran Anne Liebler. Sie ist ein Phänomen in dieser marketingorientierten Umgebung. Sie schafft es immer wieder, Mensch und Maschine zu verbinden. Produkten ihren persönlichen Kern zu entlocken. Nachdem ich sie endlich gefunden habe, bin ich in  ihrem Fahrwasser über die Messe gelaufen und habe trotz müder Füße wieder viel gelernt.

Nicht nur, dass Nähmaschinen auch sehr stylisch sein können (Klick hier für ein Foto) sondern auch dass es Menschen gibt, die die hohe Kunst der Maßschneiderei hochhalten: Zwischenmass. Ich vermute demnächst wird Anne in ihrem Forum über diese Firma berichten.

Eine andere Firma auf der Messe, mit der mich mehr als nur Herzblut verbindet war- wie sollte es anders sein- Burda. Seit Burda so intensiv um eine junge Klientel bemüht ist, und sich burda style nennt, wird sie Firma für die "Alten" wie mich mehr und mehr befremdlich. Daran ist nichts auszusetzen, denn ohne Nachwuchs wäre jedes Hobby zum aussterben verurteilt, und ich denke nicht dass es dem Schneidern jemals so ergehen wird- egal was Burda STYLE in Zukunft anstellt.
Doch die website ist noch werbelastiger geworden, nervige Filmchen und popups versuchen uns mit Gewalt auf unerwünschte Inhalte aufmerksam zu amchen. Mögen junge Leute das? Never.
Da hat mir die erste Version der amerikanischen burdastyle schon besser gefallen. Doch ein erneuter Besuch zeigt auch dort Werbung wohin das Auge sieht... Hat heutzutage jeder einen rasend schnellen Internetzugang? Bei meiner 8 Jahre alten Kiste hängt sich der Browser ein ums andere Mal auf, wenn ich mit sowas überschüttet werde.
Doch Meckern am Burdastand hat nicht geholfen, niemand war für Internetinhalte dort zuständig, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann.
Sehr schön aber war das Stand-Design. Leider kann ich auch hier wieder nur unscharfe Bilder liefern, meine Kamera weigert sich vehement gegen meine Scharfstellversuche. Ich brauche eine Spiegelreflex! Sponsert mir die jemand?


Auf meine verwunderte Aussage bei Burda über das seltsame Standdesign sagte man mir es würde eine Modestrecke des jüngsten Heftes aufgreifen, als müsse man sich für den Stand entschuldigen. Dabei meinte ich das genau umgekehrt: Ich war begeistert! Ulkigerweise hatte ich eine Grußkarte im Gepäck für die Garnfirma Coats, die exakt die gleiche Farbgebung hatte wie der Burdastand. Ok, das interessiert niemand, sorry. Wie der Stand letztes Jahr aussah, das könnt ihr hier nachlesen: Klick.

Der Burdastand war auch der Einzige, an dem wirklich gearbeitet wurde:

Vor Ort entstanden Kreationen aus dem letzten Heft. Welches ich sogar kostenlos abstauben konnte, wie schön. Und auch wenn ich Namen-Legastheniker mal wieder nicht wusste wen ich da vor mir habe: Vor Ort waren auch die Damen von Burda, welche Schnitte für Heft und Schnittmusterkollektion entwerfen:
 Hobbyschneiderin Anne (links) kennt sie alle:


Ich bitte Anne morgen darum, mir mit den Namen zu helfen, dann reiche ich sie nach.

Während wir da so herumstanden, lief uns eine junge Dame über den Weg, die alle zu kennen schienen. Nora Abousteit war ihr Name, und ich habe geschlagene 5 Minuten gebraucht um mich zu erinnern wo ich den schon mal gelesen habe: Auf der US-Seite von burdastyle. (Oben links) Als die Seite vor Jahren ans Netz ging kannte man sich noch, doch mittlerweile sind dort so viele User aus aller Welt... ich gehe nicht davon aus dass sich dort noch jemand an die Olle aus Deutschland erinnert. Ich bin auch dort nicht mehr aktiv, wie bereits gesagt ist mir die US und die deutsche Website von burda zu wirr und unübersichtlich geworden. Aber das ist nur meine Meinung, und die ist glaube ich recht einsam.

Fotos von anderen Ständen kann ich euch nicht zeigen, denn es war nicht erlaubt diese zu knipsen und zu veröffentlichen. Selber schuld. Denn der Coats Stand war wie immer absolut überwältigend. Die schiere Größe dieser weltweit größten Garnfirma erschlägt mich jedes Mal. Dankenswerterweise bekam ich einen Neuheiten-Katalog, so dass ich zu Hause all die traumhaften Garne noch einmal vor meinem inneren Auge Revue passieren lassen kann.

Eine Überraschung erlebte ich, als ich über einen mir aus Stempelladenzeiten bekannten Bastelanbieter stolperte. Auf der h&h versuchte er Spitzenstickereien an den Mann zu bringen. Ich weiß nicht ob ihm dies gelingt, aber er hatte einige mir wohlbekannte Produkte im Gepäck, die ich verloren glaubte. Ich bin fest entschlossen, diese wieder in mein Stempel-Leben einzuführen, und werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

Neue Menschen habe ich auch kennengelernt. Doch so kurz und oberflächlich eine Messebegegnung sein muss, so wenig möchte ich davon erzählen. Mehr als Namen auf einer Visitenkarte sind sie nicht für mich. Schade eigentlich. Doch ist solch eine Karte ja manchmal der erste Schritt zu mehr. Warten wir es ab. Und bis dahin blättere ich in den Katalogen. Gefühlte 10 Kilo wog die Tasche mit den gesammelten Schätzen. Ich werte sie nun in Ruhe aus, und berichte euch davon. Wenn es euch interessiert. Was ich sehr hoffe.

Montag, 22. März 2010

Noch mehr Socken häkeln

Ich mache mich arg rar im Handarbeitsblog, ich weiß. Seit Anfang/Mitte Februar stehen die Stempel wieder stark im Vordergrund, und davor hatte ich so viel häkeltechnisch zu tun, durfte es euch aber nicht zeigen.

Jetzt darf ich: Noch mehr Socken häkeln.

Ich habe rund 6 Wochen an den Socken für das zweite Häkelsockenbuch gearbeitet. Manchmal fast rund um die Uhr. Man sollte nicht glauben, wie lange es dauert so eine Socke zu häkeln, wenn man dabei nachdenken muss.... und alles mitschreiben. Und ändern. Und anpassen.

Ausgefallene Socken zu häkeln ist ein Klacks, aber sie so zu häkeln dass die - verständliche - Anleitung auf eine Din A5 Seite passt.... dasgeht nicht so schnell von der Hand. Normalerweise häkele ich eine Socke am Abend. Aber mit überlegen wie man sie macht, sie machen und aufschreiben wie man sie macht... da brauche ich schon mal 3 Tage.

Doch es ist vollbracht. Die Socken sind gehäkelt, fotografiert und rezensiert. Werden grade gedruckt und am 15. April ausgeliefert. Und ich schwebe auf Wolke 7... aber wer würde das nicht, wenn sein Name auf einem Buch steht *schäm*.

Ich hoffe den Sockenhäklern wird das Buch gefallen. Ich habe die Mustersocken bereits zurück bekommen... und wenn ich es schaffe Fotos zu machen, dann zeige ich sie euch. Es sind ein paar sehr lustige dabei. Ich bin halt ein Scherzkeks, und an der Hofnarren-Socke sieht man das auch ganz deutlich.....

Donnerstag, 11. März 2010

Häkelblüten filzen

Hallo!
Endlich mal wieder ein Eintrag ins Handarbeitsblog, auch wenn es sich wieder mal um Grußkarten dreht. Kürzlich habe ich eine Karte machen wollen, zu der nun zufällig einige Häkelblümchen in meinem Fundus farblich perfekt passten. Aber das Grobe der Blüten passte nicht so recht zum edlen Charakter des Untergrundpapiers.

Da ich am gleichen Tag beim aufräumen eine alte Hunde-Drahtbürste wiedergefunden habe, mit der ich schon oft kleine Mengen Wolle kardiert habe, kam mir die Idee die Häkelblümchen ein wenig mit der Drahtbürste zu quälen. Eine Blüte aus Regia und eine aus Noro. Ist ja nur ein bisschen, und vom teuren Norogarn habe ich nur ein ganz kleines Stück vom Knäuel für die Blume gebraucht...

Das Aufrauhen hat auch klasse funktioniert, aber dann hatte ich zwei total plüschige Blüten in der Hand, keine besonders ansprechende Deko für eine elegante Karte. Die Fasern wieder filzen wäre kaum möglich gewesen, denn zumindest das Regia wird ja als filzrestistent verkauft. Da ich zeitgleich mit Bastel-Weißleim rumgematscht habe, lag es nahe mit meinen vom Kleber verschmierten Fingern die Fasern in Form zu bringen.

Leute, das klappt wunderbar!
Das auf den Blüten Klebstoff ist sieht man nicht, da er transparent trocknet. Die Blütenspitzen werden auch etwas hart, aber ausssehen tut es wie ein leichter Flaum. Toll als Kartendeko, schnell gemacht, standfest und dekorativ.


Und das Ganze nochmal mit einer netten Bild-Deko:

Ich denke mal, da mache ich mehr von.

Samstag, 13. Februar 2010

Beer bottle bag by Bärbel Born

Deutsch ist unten

Isn´t it funny? 6 "b"s in one sentence! I like to play with words. And with yarn. Yesterday I finished a small project to prevent my fingers from becoming lazy.

I am a true german lady... I LOVE BEER! Its healthy, regarding the fact that it comes with minerals and vitamins. Unfortunately it has to be drunken COLD. During wintertime that makes me suffer, because I don´t like to hold my cold beerbottle. *bbrrrrrr*

But I have a solution for you (and me): The beer bottle bag by Baerbel Born (that´s me)

Crochet a circle by starting with 5 chains, slip stitch and make 12 single crochet stitches in that ring. Then work in rounds and increase to get a circle (incr ea 2cnd in round 2, ea 3rd in round 3, ea 4th in round 4, and so on). If you reach the size of the bottle work with no further increases until the bag has the desired length. I added some fancy decorations and made a few triangles on top, each one with a small bell.

If someone now wants to steal my beer... I can HEAR it! Clever girl!

 
Ist das nicht putzig? Mein toller Bierflaschenwärmer... äh Kühler. Denn die Regia Sockenwolle soll zwar normalerweise Füße wärmen, aber was Wärme isolieren kann, dass müsste doch auch Kälte an Ort und Stelle halten, oder?
Der Überzieher ist ganz einfach herzustellen: Mit 5 Luftmaschen einen Ring arbeiten, da hinein 12 feste Maschen, dann in Runden arbeiten und so zunehmen, dass sich ein Kreis ergibt (jede 2te Maschen in der 2ten Runde verdopplen, jd. 3te M. in der 3ten Rd, 4te M. in der 4ten Rd etc etc). Hat dieser Kreis den Umfang der Bierflasche weiter nach oben arbeiten ohne Zunahmen, logisch. Oben habe ich kleine Dreiecke drangehäkelt, das ist auch ganz einfach:
10 Maschen mit festen Maschen behäkeln, wenden, 1 Lm, 1te Maschen übergehen, 8 weitere Maschen häkeln, wenden und so weiter, in jeder Reihe 1 Maschen weniger behäkeln. Hat man nur noch eine Masche wieder wenden, 1 Luftmasche und dann die (von außen) linke Seite des Dreiecks mit festen Maschen behäkeln, man landet wieder in der letzten Runde der Hülle.Nach und nach arbeitet man so Dreiecke bis die Runde behäkelt ist. Dann nochmal alle Dreiecke an der Außenkante mit festen Maschen behäkeln, fertig.

Die Glöckchen sind meine eigene Erfindung: Wenn mir nun jemand zu Hause mein Bier klauen will, kann ich das HÖREN! Nie mehr Bierdiebstahl!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Noch mehr Blümchen

Für gestandene Häkler wird das langweilig sein, und für reine Stempler vielleicht zu hoch, aber ich habe heute die erste Phase meines Projekts "Häkelblüten" abgeschlossen. Ich habe alle möglichen Varianten ausgetestet, und für gut befunden.

Herausgekommen sind viele verschiedene Blümchen:
 
Dabei ganz normale....na ja, fast:

 
Und noch viele weitere(klick für gross):

Nun könnte ich an die Auswertung gehen: Die Häkelschriften aufzeichnen, und seien sie auch noch so simpel. Aber ich weiß nicht ob ich mir wirklich die Arbeit machen soll. Häkler brauchen das nicht, und Stempler wollen es vielleicht nicht.
Ich würde gern eure Meinung wissen. Ich muss kein Lob haben, sowas zu häkeln macht man ohne hinzugucken. Ich würde nur gern wissen ob irgendjemand genaue Anleitungen dafür braucht.... sonst muss ich mir die Arbeit gar nicht erst machen.
Das Häkeln hat Spaß gemacht. Und ich habe es sogar geschafft ein hübsches Muster mit ein paar Blüten zu machen, eine Pappdose in der ich einen Teil der Blümchen verschenke:
 
  
Ganz hübsch, und bis auf die Spitze und die grünen Blätter alles selbstgemacht. Und auch das könnte man selbst herstellen, aber das machen wir dann im nächsten Häkelprojekt.

Dienstag, 9. Februar 2010

Na endlich- wir sind dick!

Die Modebranche hat es endlich mitbekommen: Die meisten Kundinnen haben keine Modelmaße.

Wenn die Modebranche an den Käufern vorbeiproduziert, wird sie langsam aber sicher sterben. Mir eigentlich egal, meine liebste Mode ist sowieso selbstgemacht.

In der Burdamoden-Community haben wir Mädels schon seit Jahren rumgemoppert, dass die Traumgrößen der Modeindustrie ein Traum bleiben. Klar gibt es auch junge Damen mit Größe 34, aber die wenigsten werden diese Maße beibehalten wenn erst einmal der Mann, die Kinder, der Haushalt und die Jahre kommen.

Heute stand es schwarz auf weiß: Die Industrie entdeckt die Dicken

Sollen sie doch. Ich würde sagen, wir waren schon immer da. Nur hat uns keiner gesehen. Oder sehen wollen. Dabei sind wir doch gar nicht zu übersehen. Oder?

Freitag, 5. Februar 2010

Und noch´n Blümchen

Ich bin im Blümchenfieber. Dabei versuche ich die Häkelblümchen so einfach wie möglich zu machen. Die "normalen" Häkelblümchen sind zwar auch schon sehr einfach, aber nur wenn man Häkler ist. Ich kenne Stempler, die Schwierigkeiten damit haben. Verständlich, wenn man die Häkelgrundlagen nicht kennt.

Also runterschrauben, das Häkelniveau. Nichts leichter als das. Denn man muss ja keine Blätter und Blüten in mehreren Runden häkeln. Schon in meiner Zeit als Schneiderin habe ich für meine Chefin Stoffrosen am laufenden Band gemacht. Das Prizip war immer sehr einfach: Aus einem doppelt gelegten Schrägstreifen wurde ein Schlauch genäht der an den Enden schmal zuläuft, mit großen Stich. Diese Naht wird dann zusammengezogen, eingekräuselt, und eingedreht, festgenäht, fertig ist die Rose.

Das Gleiche kann man natürlich mit Häkelformen machen. Um eine längliche Form zu erhalten, mache ich erst eine Luftmaschenkette, die behäkle ich mit größer werdenden Maschen die dann wieder kleiner werden. Zum Beispiel feste Maschen, halbe Stäbchen, Stäbchen, Doppelstäbchen, Stäbchen, halbe Stäbchen, feste Maschen. Das mache ich pi mal Daumen, das passt schon. Damit man es auch wirklich gut sieht, habe ich eine Skizze dazugelegt (Die Punkte sind Luftmaschen):

Dieses schmale Stück wird denn zusammengerollt und mit ein paar Handstichen fixiert. Einfacher geht es wirklich nicht! (Im Bild unten die rechte Blume)

Eine einfache Variante ist dann eine lange, schmale Form mit Blütenblättern, die aus Stäbchengruppen (hier Doppelstäbchen) bestehen. Man arbeitet z.B. 8 Doppelstäbchen in eine Masche 2-3 Maschen entfernt, dann eine Kettmasche nochmal 2-3 Maschen weiter weg. Die Kettmasche zieht dann quasi diesen Fächer aus Doppelstäbchen in die Breite.

 
Entschuldigt die kritzelige Skizze, besser geht es nur mit viel Arbeit und die Zeit fehlt mir im Moment.

Als Blatt arbeitet man eine Form ähnlich wie der ersten, aber etwas kürzer, ich denke auf dem Foto sieht man das sehr gut. Ich habe eine Luftmaschenkette behäkelt, und dann eine zweite angeschlagen und ebenfalls behäkelt.
 
Gerollt  und zusammengenäht sieht das dann so aus:

 
Mir gefällt es noch nicht so ganz. Ich habe verschiedene Garne mit unterschiedlichen Häkelnadelstärken getestet, aber irgendwie sehe ich immer "Maschen" und keine Rose. Trotz Nadel 0,75 wurde das Gewirk noch zu locker. Dichteres Garn wird mir zu dick, die Rose soll ja noch auf eine Karte passen. Aber das bekomme ich auch noch hin.
Als Abschluß ein wirres Experiment. Ring aus 4 Luftmaschen mit festen Maschen umhäkeln, in die erste Masche eine Luftmaschenkette häkeln (ca 20 LM) und diese dann mit je 1 festen Masche behäkeln, zwei Maschen der mittleren Ringes behäkeln, und wieder eine Luftmaschenkette anschlagen und behäkeln. Dabei die Länge der Luftmaschenketten variieren. Einmal rundum und fertig ist die Mini-Chrysamtheme.
 
Mit einem Brad in der Mitte sieht die auf Karten bestimmt witzig aus. Bloß nix Fertiges kaufen, Leute!

Donnerstag, 4. Februar 2010

Auf die Schnelle

In einem meiner Stempelforen finden sich immer mehr Häkelfans. Das freut mich natürlich. Und darum denke ich mehr und mehr über Häkeldeko für Grußkarten nach.

Dabei sind die Blümchen und Herzchen denkbar einfach herzustellen. Ein Herz bekam ich letztes Jahr selbst geschenkt und habe mir die Machart abgeschaut. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man häkelt ein Viereck, und daran zwei Halbkreise, fertig.

Für ein Viereck kennen die meisten Häkler das Granny Square, eine Quadratform aus Stäbchengruppen, eays as pie und schnell gemacht ohne groß nachzudenken. (Im ersten Bild durch die weißen Linien angezeichnet)

An dieses Quadrat häkelt man dann quasi eine große "Muschel", wie wir sie von Muschelmustern kennen. Also Stäbchen (ich hab Doppelstäbchen genommen) von rechts in eine zentrale Masche, bis sich quasi eine Art Fächer ergibt, und man in einer gegenüberliegenden linken Masche weiterhäkeln kann.
Auf dieses "Fächer" kommt dann noch eine abschließende Runde feste Maschen (ich habe eine feste Masche, ein Halbes Stäbchen, und dann Stäbchen benutzt, am Ende der Reihe dann mit einem halben Stäbchen und einer festen Masche enden.

In der kleinen Schemazeichnung sieht man auch die Arbeitsrichtung. Das Mini-Granny mit dem ersten Fächer behäkeln ( man beginnt an der oberen Ecke und folgt dem grünen Pfeil), dann zurück die Reihe feste Maschen, dabei in jede Masche ab der 3ten und bis zur vorvorletzten zwei Maschen arbeiten für die Rundung (pinker Pfeil)
Dann weiter mit dem weißen Pfeil den 2ten Fächer häkeln, dann wieder zurück mit dem schwarzen Pfeil, fertig.
 Das ging flott, nicht wahr?
Hier das ganze Herz, grade noch rechtzeitig zum Valentinstag...

Montag, 18. Januar 2010

Nähmaschinen-Song

Wusstet ihr, dass es einen "Nähmaschinen-Song" gibt? Ich bin grade in youtube darüber gestolpert. Total genial, viel Spaß damit.


Mittwoch, 13. Januar 2010

Häkeldeko für Grußkarten

Endlich ein "Cross-Over" zwischen Häkeln und Stempeln!

Ich sah in letzter Zeit sehr oft kleine Häkelblümchen auf Grußkarten. Es gibt sogar Videos, in denen ausführlich gezeigt wird wie man solche Blümchen macht.

Ich rede hier mit Häklern, oder? Denn Häkelblümchen macht man alle nach dem gleichen Prinzip: Fadenring oder ein paar Anfangsmaschen zum Ring schließen, dann Luftmaschenketten als Blatt-Basis arbeiten, diese mit festen Maschen, Stäbchen und Doppelstäbchen behäkeln, so dass sich eine Blütenblattform ergibt. Dabei häkelt man zur Mitte des Blütenblattes immer größer werdende Maschen und zum Rand hin kleinere. Soweit die Theorie.

Ich finde es schwieriger einer Blumen-Häkelschrift zu folgen, als einfach rauflos zu arbeiten. Was hat man zu verlieren? Nix. Wird das Blümchen krumm und schief... das ist halt Natur. Das muss so sein ;-)

Aber als ich heute aus Mangel an Kartenverzierungen spontan einige Blümchen gehäkelt habe, fiel mir mein Deutschlandschal wieder ein:

Häkler wissen, dass das Prinzip der Spiralen auf der Technik basiert, dass man in jeder Reihe viele Maschen zunimmt.
Die allerkleinste Variante einer Spirale habe ich heute gehäkelt: Eine Reihe Luftmaschen wurde mit jeweils 2 festen Maschen pro Luftmasche behäkelt. Easy as pie, und absolut ausreichend als Kartendeko, wie ich finde.


Eine nette kleine Spielerei, und durchaus ausbaufähig. Ich kann mir vorstellen, dass ein ganzer Büschel solcher Spiralen sich auf einer Karte gut macht.

Endlich kann ich meine Hobbies Stempeln und Häkeln verbinden. Und da geht noch mehr. Habt ihr Ideen für dieses Joint Venture? Ich würde mich über links freuen, und editiere sie in diesen Blogbeitrag. Immer her damit! Danke :-)

Montag, 11. Januar 2010

Ihr seid toll!

Wow! Gestern reingestellt und heute schon Leser hier. Danke, dass ihr mir nicht die Freundschaft kündigt.

In Sachen Häkeln wird es auch erst einmal still im Blog, zumindest für den Januar.
Ich häkle zwar täglich, aber das sind Auftragsarbeiten und die zeige ich erst, wenn sie fertig sind.

Bis dahin ergötze ich mich an euren Blogs und schau was die Häkelfreunde so machen. Ravelry muss ich weiter auf Eis legen, da ich Zugangsprobleme habe. Anscheinend mag mein Router deren Datenbanken nicht, oder was auch immer. Kaum eingeloggt, hängt sich mein Internet fast auf und ravelry wird nicht richtig angezeigt. Doof.
Bis später, Bärbel